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Ausbildung / Praktisches Lernen / Interviews / arsEdition

arsEdition

ART DIRECTORIN ROMY GALLIAN
Persönliches Interview, 12.2004, Fragen von Birgit Pausch und Sabine Brambach

Allgemeines über arsEdition
Der Verlag ArsEdition existiert bereits seit über hundert Jahren. Der Buchverlag hat sich auf die Produktion von Kinder- und Geschenkbüchern spezialisiert. Zu seinem Repertoire gehören neben Bilderbüchern auch  Mal- oder Bastelbücher und selbstverständlich auch Sachbücher und Literatur für Kinder. Im Bereich Geschenkbuch unterscheidet man zwischen dem klassischen Buch und Alben beziehungsweise Nonbooks, wie zum Beispiel Lesezeichen. Der Verlag beschäftigt derzeit etwa 60 Mitarbeiter, davon 20 im Außendienst. Circa acht bis zehn der Angestellten sind im grafischen Bereich tätig. Es gibt sieben feste Mitarbeiter in der Herstellung und in der Regel zwei nicht fest angestellte Aushilfen und einen Art Director.

Allgemeines über das Praktische Lernen
In der Regel werden bei arsEdition ein bis zwei Mitarbeiter eingestellt, die ein Studienbegleitendes Praktikum absolvieren können. Diese Stellen sind nicht ständig besetzt, sondern hängen von der Nachfrage und der anstehenden Arbeit ab. Aus diesem Grund werden nur Praktikanten eingestellt, die bereits das notwendige Know How bezüglich der üblichen Grafikprogramme im Grundstudium eines gestalterischen Studienganges vermittelt bekommen haben. Viele Praktikanten verbringen bei arsEdition ihr Praxissemester. Der Zeitraum ist üblicherweise ein halbes Jahr. Das Gehalt richtet sich danach, wie lange und in welchem Bereich das Praktische Lernen ausgeübt wird und welche Vorkenntnisse mitgebracht werden. In der Regel gehen die Arbeitszeiten von 9:00-17:00 Uhr. In Zeiten von Projektabschlüssen kann es jedoch auch länger werden. Die Betreuung erfolgt durch den jeweiligen Abteilungsleiter, darüber hinaus werden Fragen auch gerne von den anderen Kollegen beantwortet.

Bewerbung bei arsEdition
Auf Grund der Unregelmäßigkeit und der geringen Anzahl von Praktikumsstellen, vor allem in der reinen Grafik, werden keine Stellen offiziell ausgeschrieben. Insofern könnte eine Initiativbewerbung zum richtigen Zeitpunkt durchaus Erfolg haben. Für die Bewerbung ist das Portfolio selbstverständlich von besonderer Bedeutung, da es die Möglichkeit bietet, sich anhand der Arbeiten einen ersten Eindruck über das Können des Aspiranten zu verschaffen. Auswahlkriterien darüber hinaus sind vor allem bisherige Erfahrungen und Kenntnisse in der Herstellung und der Druckvorstufe, sowie das Engagement und die Freude mit der er bei der Sache ist.

Erwartungen und Voraussetzungen
Wie bereits erwähnt sollte der Praktikant ein Grafikdesign Studium, in dem die notwendigen technischen Kenntnisse im Bereich der Druckvorstufe und Programmkenntnisse vermittelt wurden, begonnen haben. Darüber hinaus wird neben Eigeninitiative auch die Auseinandersetzung mit dem Markt und dem Verlagswesen als Vorraussetzung angesehen.

Tätigkeitsspektrum
Praktikanten bei arsEdition arbeiten im Bereich der Herstellung, was jedoch nicht bedeutet, dass sie Papierbögen tragen oder die Druckmaschine bedienen müssen. Sie bekommen konkrete Buchprojekte zugetragen bei denen das Briefing bereits feststeht und somit klare Vorgaben beispielsweise bezüglich Typografie und Format gemacht werden können. Das konkrete Layout und die Umsetzung wird dem Praktikanten überlassen. Eigene Buchideen können dem Lektorat vorschlagen werden und falls die Idee Gefallen findet, besteht durchaus die Möglichkeit, diese in die Realität umzusetzen.

Einstellungsmotivation von arsEdition
In erster Linie werden Praktikanten als Entlastung für die übrigen Mitarbeiter betrachtet. Sie sollten eine helfende Hand und die ausführende Kraft darstellen. Darüber hinaus bietet sich jedoch durchaus die Möglichkeit, sehr eigenständig zu arbeiten. Was letztlich Hauptaufgabe des Praktikanten wird, hängt ganz vom eigenen Engagement ab.

Zusammenarbeit nach Beendigung des Praktikums
Da es für Praktika bei arsEdition keine festen Regelungen gibt, ist eine "Übernahme" im klassischen Sinn nicht üblich. Nicht selten besteht jedoch die Möglichkeit, nach dem Praktikum als freier Mitarbeiter einzelne Buchprojekte zu übernehmen. Eine feste Einstellung wäre prinzipiell denkbar, aber augenblicklich, bedingt durch die wirtschaftliche Lage, sehr unwahrscheinlich.

Sabine Brambach und Birgit Pausch
Stand: 01.2005

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