Designcenter Muenchen | Projektzentrum fuer Design an der Fachhochschule Muenchen
Aktuell
Ausbildung
Feuilleton
Institutionen
Kontakt
Newsletter
Sitemap
Termine
Wir über uns
Wirtschaft
Wissen

Ausbildung / Praktisches Lernen / Interviews / Serviceplan

Serviceplan Equity Added

ART DIRECTORIN CLAUDIA SCHMIDT-RUNGE
Bereich Klassische Werbung, persönliches Interview, 12.2004
Fragen von Birgit Pausch und Sabine Brambach

Allgemeines über Serviceplan Equity Added
Die Firma Serviceplan Equity Added, die ein Partnerschaftsmodell aus den vier Agenturgruppen Mediaplus Plan.Net, Facit und Serviceplan ist, besteht seit über 30 Jahren. Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich über klassische Werbung, Packaging und Dialogmarketing, Promotion und Events; Mediaplanung, Internet beziehungsweise Neue Medien, Marktforschung und der High Quality Realisation. Der philosophische Grundsatz ist ein innovativer und ganzheitlicher Ansatz des integrierten Markenmanagements und Kommunikation. Die Firma folgt demnach einem Prisma-Modell der Markenforschung, Markenführung und dem Markendesign aus einer Hand. Der Kundenauftrag wird durch ein Beratungsteam koordiniert und betreut.

Allgemeines über das Praktische Lernen
Bei Serviceplan Equity Added gibt es die Möglichkeit verschiedene Arten des Praktischen Lernens zu absolvieren. Das Praepraktikum, das von nur sehr wenigen Schülern angenommen wird, dauert sechs Wochen. Entlohnung gibt es hierbei keine. Jeder Praktikant beziehungsweise Postpraktikant erhält als Gehalt 400 Euro pro Monat. Derzeit arbeiten circa 70 in der Agenturgruppe, in der insgesamt 420 Mitarbeitern beschäftigt sind. De mögliche Dauer dieser Praktika liegt zwischen mindestens drei bis acht Monaten. Nach und auch schon während des Studiums gibt es die Möglichkeit des Volontariats, dass laut unserer Definition eher dem Werkstudentenstatus entspricht. Meistens arbeiten zwischen ein bis drei Volontäre in der Firma. Die Dauer ist nicht festgelegt und das Gehalt liegt bei über 400 Euro pro Monat. Oftmals arbeiten ehemalige Praktikanten als Volontäre in der Firma. Die Kernzeiten gehen generell von 8.30 Uhr beziehungsweise 9.00 Uhr und 17.30 Uhr beziehungsweise 18.00 Uhr. Dazwischen gibt es eine Stunde Mittagspause. Überstunden kommen eher selten vor.

Bewerbung bei Serviceplan Equity Added
Die Bewerbung sollte ein klassisches Anschreiben mit Lebenslauf und Portfolio * enthalten. Die Vorauswahl wird von einem der Personaler übernommen. Daraufhin folgt ein Vorstellungsgespräch, das oftmals mit einem „Round Table“ beginnt, bei dem sich die Firma vorstellt. Das eigentliche Bewerbungsgespräch findet allerdings mit dem jeweiligen Art Director statt, der dann auch die Entscheidung trifft. Sehr wichtig hierbei ist, dass der jeweilige Aspirant in das schon bestehende Team hineinpasst.

Erwartungen und Voraussetzungen
Als Voraussetzung sollte ein Bewerber Grafik-Design studieren beziehungsweise ein Absolvent dieses Studienganges sein. Als Vorkenntnisse sind gängige Grafik Soft- und Hardware gefordert. Die Persönlichkeit des Kandidaten sollte offen, extravertiert und äußerst teamfähig sein. Eigeninitiative und Interesse an der Arbeit und am Team sind unabdingbar.

Tätigkeitsspektrum
In der Einarbeitungsphase ist es für den Praktikanten beziehungsweise den Volontär wichtig, die Kunden beziehungsweise die Aufträge kennen zu lernen. Er übernimmt einfache Arbeiten wie zum Beispiel die Adaptionen schon bestehender Layouts und Anzeigen. In der Arbeitsphase ist die Mitarbeit in allen Bereichen wie Konzept, Brainstorming, Organisation, Reinabwicklung, Layout, Organisation und Mitarbeit bei Film-Drehs und Foto-Shootings erfordert. Eine rein ausführende Tätigkeit wird bei Serviceplan nicht verlangt. Außerdem ist das Einbringen eigener Ideen und Konzepte sehr erwünscht. Die Umsetzung kann bei entsprechender Befähigung ebenfalls selbst übernommen werden. Generell muss der Bewerber mit sehr viel Bildschirmarbeit rechnen. Darüber hinaus ist es ihm von Seiten der Geschäftsführung nicht gestattet, an Kundengesprächen teilzunehmen.

Einstellungsmotivation von Serviceplan Equtity Added
Praktikanten und Volontäre sind im Arbeitsablauf der Firma sind fest eingeplant. Sie sind eine große Unterstützung bei der Ausführung der Arbeit. Außerdem kommt durch sie frischer Wind und neue Ideen in die Firma.

Erfahrungen
Die Software-Kenntnisse, die von den Studenten zum Praktischen Lernen mitgebracht werden, wurde in den vergangenen Jahren immer besser. Für viele ist es allerdings ungewohnt, bis zu acht Stunden täglich vor dem Rechner zu sitzen.

Zusammenarbeit nach Beendigung des Praktikums
Bei guter Mitarbeit und viel Engagement ist die Chance einer Übernahme von Serviceplan extrem hoch. Sie kann unmittelbar nach dem Studium oder gegebenenfalls auch später erfolgen. Es kommt oftmals vor, dass ehemalige Praktikanten als Volontäre, das heißt als eine Art Werkstudent neben dem Studium arbeiten, um gegebenenfalls dieses noch zu vollenden, bevor sie von Serviceplan vollständig übernommen werden.


PRAKTIKANTIN JOHANNA
Bereich klassische Werbung, Persönliches Interview, 12.2004

Allgemeines
Johanna ist 25 Jahre und hat das Abitur im Jahr 1998 abgelegt. Danach absolvierte sie ein Praepraktikum bei einem selbständigen Grafiker nahe bei Stuttgart. Anschließend begann sie ein Kommunikationsdesign-Studium an der Fachhochschule München. Zur Zeit ist sie im neunten Semester. Weitere Erfahrungen sammelte Johanna nach dem dritten Semester. In den Semesterferien arbeitet sie in einem Belichtungsstudio und zwei Monate in einer Drei-Mann-Werbeagentur. Während dem fünften und sechsten Semester, in denen sie zwei Urlaubssemester nimmt, arbeitet sie sechs Monate bei Serviceplan in München. Als bisher letztes Praktikum arbeitete sie vier Monate bei dem Magazin der Süddeutschen Zeitung in München.

Bewerbung bei Serviceplan Equity Added
Ein Motivationsgrund für die Bewerbung bei Serviceplan war, dass Johanna nach den Praktika in mehreren kleinen Agenturen auch Erfahrung in einer großen und renommierten Werbeagentur sammeln wollte, die keine Vorlaufzeit von bis zu eineinhalb Jahren für die Bewerbung haben. Nach einer Anfrage per e-mail bekam sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch mit Mappen-Präsentation. Außerdem nahm sie an einem „Round Table“ mit dem Personalchef der Agentur teil.

Erwartungen an das Praktikum
Johanna erwartete sich, täglich circa zehn Stunden arbeiten zu müssen, als Gehalt erwartete sie sich nichts. Bezüglich Lerninhalt und persönlicher Weiterentwicklung hoffte sie, die Hierarchie und den Arbeitsablauf in einer Großagentur kennen lernen zu können. Die Weiterbildung im grafischen Bereich war für sie unwichtig.

Erfahrungen während des Praktikums
Die Arbeitszeiten lagen zwischen 8.30 Uhr bis 17.30 beziehungsweise 18.00 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Als Gehalt erhielt sie damals 380 Euro pro Monat. Die Tätigkeitsbereiche erstreckten sich über Grafik, Konzeption und Marketingstrategie. Im persönlichen und fachlichen Bereich konnte sie viel in Bezug auf Teamfähigkeit- und Teamgeist, Brainstorming–Methoden, konzeptionelles Denken, Marketing und ArtBuying lernen. Außerdem bekam Johanna Einblick in die Hierarchie, Funktionen und Aufgabenverteilung verschiedener Positionen in einer Werbeagentur. Somit konnte sie verschiedene Bereiche der Gestaltung kennen lernen. Die eigene Meinung der Praktikantin war immer gefordert und ihre Ideen wurden integriert. Auch Entscheidungen konnte sie mit beeinflussen. Von Seiten der Firma aus wäre es möglich gewesen, diese Ideen umzusetzen. Es war ihr jederzeit möglich Fragen zu stellen und Unterstützung zu bekommen.

Fazit
Die Praktikantin würde aus heutiger Sicht den damaligen Fortschritt auf einer Skala von eins bis sechs in die Kategorie zwei einstufen. Als negativ bewertete sie, dass zu wenig Kreativität bei der Ausführung ihrer Aufgaben verlangt war. Außerdem hätte sie sich gewünscht, dass sich Serviceplan gegenüber dem Kunden mehr für innovative Ideen bei der Auftragsausführung eingesetzt hätte. Johanna würde, bei der Auswahl eines Unternehmens für ein weiteres Praktikum darauf achten, welche Art von Aufträgen dieses annimmt und welcher Art von Kunden es betreut.
Positiv war für Johanna, dass innerhalb des Teams eine große Harmonie bestand, was zu einer guten Arbeitsatmosphäre beigetragen hat. Das Praktikum wird für sie eine Orientierungshilfe für zukünftige Tätigkeiten darstellen. 

Stand: 01.2005

[ top ]

HomeProjekt Beinert & Studenten