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Institutionen / Galerien und Museen / Pinakothek der Moderne

Pinakothek der Moderne
von Christian Begusch

Am 16.September 2002 wurde die Pinakothek der Moderne, nach zehnjähriger Planungs- und Bauzeit, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Alten und Neuen Pinakothek auf dem Gelände der ehemaligen Türkenkaserne eröffnet. Das Gebäude, entworfen vom Architekten Stephan Braunfels, beherbergt auf rund 13.000 qm Ausstellungsfläche vier Sammlungen aus den Bereichen Moderne Kunst, Grafik, Design und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts unter seinem Dach.

Die vier Sammlungen

DIE NEUE SAMMLUNG
Im Jahr 1925 wurde die Neue Sammlung als Staatsmuseum mit dem Hauptaugenmerk auf Gewerbekunst gegründet. Sie ist heute mit rund 45.000 Objekten aus den Bereichen Industrial Design, Grafik Design und Kunsthandwerk eines der weltweit führenden Museen für angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts – auf dem Gebiet des Industrial Design international das größte. Diese Bestände, zu denen Werke der Gebrüder Thonet, von Peter Behrens, Eileen Gray oder Paul Rand zählen, sind im Neuen Museum in Nürnberg und der Pinakothek der Moderne in München zu sehen. Die Ausstellung in der Pinakothek beinhaltet die Themenkomplexe Fahrzeugdesign, Computerculture, die Bugholzsammlung, einen Parcours durch die Designgeschichte sowie ein Perpetuum Mobile zur Gegenwartskunst, in dem aktuelle Entwicklungen im Designbereich ihren Platz finden.

DIE STAATSGALERIE MODERNER KUNST
Die Sammlung Moderne Kunst, die nach dem Zweiten Weltkrieg provisorisch im Haus der Kunst untergekommen war, bildet mit ihren Objekten einen Schwerpunkt in der Pinakothek der Moderne. Sie umfasst die Bestände der Bayerischen Staatsgemäldesammlung an Malerei, Skulptur, Installationen und Werken aus dem Bereich der Neuen Medien des 20. und 21. Jahrhunderts. In den Sälen der Klassischen Moderne finden sich Künstler wie Pablo Picasso und Max Ernst, neben August Macke, René Magritte oder Paul Klee. Im Bereich der Gegenwartskunst trifft man auf Namen wie Andy Warhol, Joseph Beuys, Donald Judd und Francis Bacon.

DIE STAATLICHE GRAPHISCHE SAMMLUNG
Die Staatliche Graphische Sammlung München ist, neben den Kabinetten in Berlin und Dresden, die bedeutendste Sammlung für Zeichnungen und Druckgraphik in Deutschland. Sie gehört weltweit zu den führenden Graphiksammlungen und mit ihrem Bestand von circa 400 000 Blatt umfasst sie alle Epochen der Zeichenkunst und Druckgraphik vom 15. Jahrhundert bis zur Moderne. In der Pinakothek ist die Graphische Sammlung durch verschiedene, teils wechselnde Exponate vertreten.

DAS ARCHITEKTURMUSEUM DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT MÜNCHEN
Das Architekturmuseum der Technischen Universität München, das als architektonische Lehr- und Vorbildsammlung bereits im Jahr 1868 eingerichtet wurde, besitzt ungefähr 350.000 Zeichnungen, 100.000 Fotografien und 500 Modelle, von Balthasar Neumann über Leo von Klenze und Le Corbusier bis zu Günter Behnisch. In den Räumlichkeiten der Pinakothek werden in wechselnden Ausstellungen sowohl Themen aus der Architekturgeschichte behandelt als auch aktuelle Trends und Entwicklungen präsentiert.

Architektur des Gebäudes
In ihrer Bauweise verbindet die Pinakothek der Moderne die auf rechtwinkeligem Raster angelegte Maxvorstadt mit der Altstadt und verweist mit ihren beiden Eingängen zum einen auf die Innenstadt, zum anderen auf Leo von Klenzes Alte Pinakothek. Das Bauwerk selbst soll mit seiner schlichten Sichtbeton-Außenhaut und den eingesponnenen Fenstern aus Glas und Stahl vor der historischen Kulisse zurücktreten. Die offene Architektur im Inneren will dem Besucher Durchblicke auf die verschiedenen Ebenen des Museums bieten.
Um die Kunstwerke im Obergeschoss zu beleuchten, wurde in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Institut für Tageslichttechnik eine Lichtführung entwickelt, welche die Wände in ein gleichmäßiges Weiß hüllt und dabei eine besondere Atmosphäre erzeugt.

Die Zeit berichtet in einem Artikel vom September 2002: »Viele Kabinette wirken wie Kühlkammern, in denen die Kunst haltbar gemacht wird, pasteurisiert, homogenisiert. Die Architektur hält sich zwar zurück, löst sich auf in eine Helligkeit ohne Schatten, ohne Fugen, ohne Wärme – und also fühlt man sich wie im weißen Nichts.«

Veranstaltungen und Führungen
Die Pinakothek der Moderne bietet ihren Besuchern verschiedene Führungen, Workshops und Kunstgespräche an, welche helfen sollen, die vier Sammlungsgebiete zu erschließen. Sowohl einzelne Künstler und Räume als auch die ständigen sowie wechselnden Ausstellungen werden hier vorgestellt. Die Teilnahme an den Führungen und Kunstgesprächen ist im Eintrittspreis enthalten. Für die Teilnahme an den Workshops wird ein Unkostenbeitrag eingehoben.

Des weiteren bietet die Pinakothek ein breites Veranstaltungsprogramm, welches die verschiedenen Kunstgattungen wie beispielsweise Musik, Literatur, Film und Theater unter einem Dach miteinander vernetzen will. Vorträge und Lesungen gehören hier ebenso zum Programm wie Filmvorführungen und musikalische Darbietungen.

Näheres hierzu auf der Homepage der Pinakothek der Moderne.

Kontakt
Pinakothek der Moderne
Kunstareal München
Barer Straße 40
80333 München
Telefon 089 23805-360
e-Mail info@pinakothek.de
Homepage www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne

Öffnungszeiten
Täglich (außer Montag) 10.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag, Freitag 10.00 bis 20.00 Uhr
Geschlossen: Montags, Faschingsdienstag, 1.Mai, Heilig Abend, Silvester

Eintrittspreise
Regulär 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, Sonntagseintritt 1 Euro
Mehr Informationen zu den Ermäßigungen erhalten Sie auf der Homepage der Pinakothek der Moderne.

Anreise
Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln:
Sie erreichen die Pinakothek der Moderne mit der Tram (Linie 27: Haltestelle Pinakothek), der U-Bahn (U2/U8: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße; U3/U6: Haltestelle Odeonsplatz oder Universität) oder mit dem Bus der Linie 154: Haltestelle Schellingstraße.

Parkmöglichkeiten
Von der Anfahrt mit PKW ist abzuraten, da keine Parkplätze vorhanden sind

Quellen:
www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne
www.zeit.de/archiv/2002/39/200239_pinakothek.xml
www.die-neue-sammlung.de
www.architekturmuseum.de
Die neuen Architekturführer Nr.40, Stadtwandel Verlag, ISBN 3-933743-84-2


Stand: 01.2005

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